Unsere Arbeitsgrundsätze

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Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und -helfer einen großen Spielraum in der Ausgestaltung ihrer ehrenamtlichen Arbeit haben. Jeder Mensch ist unterschiedlich, hat andere Herangehensweisen. Wir sehen diese Verschiedenartigkeit unserer Mitglieder als ein unschätzbares Potenzial, wo der eine von der anderen immer wieder lernen kann. Deshalb ist es immer wieder wichtig zusammenzukommen und konstruktiv miteinander zu kommunizieren.

In vielen Gesprächen haben wir uns dabei auf folgende Grundsätze unserer Arbeit geeinigt:

  • Tu doch mal was Gutes, tu damit etwas für dich und dein Herz!“
    Dieses Zitat stammt aus dem Dokumentarfilm HÁWAR – Meine Reise in den Genozid von Düzen Tekkal. Uns geht es dabei um den Grund, warum man sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert. Für uns steht die Hilfe für die in Ense lebenden Flüchtlinge im Vordergrund, doch natürlich ist es eine Arbeit, die gut tun, die Spaß machen soll. Ganz ausdrücklich soll es nicht um persönliches oder politisches Geltungsbedürfnis gehen.

  • Jede/r arbeitet nach seinen / ihren Möglichkeiten
    Wir möchten jedem Menschen, der sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren möchte die Möglichkeit dazu geben. Auch wenn jemand nicht viel Zeit zur Verfügung hat, freuen wir uns über Mithilfe. Wir sind auch immer offen für neue Ideen und Anregungen. Kompetenzen sollen einfach möglichst gut eingebracht werden können.

  • Klein anfangen
    Von Beginn an haben wir darauf gesetzt, nur Dinge anzupacken, die wir auch langfristig durchhalten können. Wir fangen lieber klein an und steigern uns später, als mit unseren Projekten zu hoch anzusetzen und dann womöglich zu scheitern. Diese Frustration führt unserer Meinung nach oft dazu, dass Menschen ihre ehrenamtliche Arbeit einstellen. Das möchten wir auf jeden Fall vermeiden, da jede Helferin und jeder Helfer gebraucht wird.

  • Das Grundgesetz als Grundlage
    Das Grundgesetz mit seinen Grundrechten, ist für uns eine wunderbarer Katalog an Rechten und Pflichten, die sowohl für uns als auch für unsere Neunachbarn gelten. Wir haben uns fest vorgenommen, die Werte, die unsere Verfassung vertritt an die Asylsuchenden weiterzugeben, weil sie die Grundlage für ein Leben in Deutschland bilden.

  • Flüchtlinge dabei unterstützen, wieder Akteure zu werden
    Aus unserer Sicht ist einzig die Hilfe zur Selbsthilfe eine wirklich gute für Asylsuchende. Unsere Neunachbarn leben leider in einer sehr abhängigen Situation in der sehr oft von staatlicher Seite über sie verfügt wird. Wir möchten sie dabei unterstützen, aktiv zu bleiben, um für die Zeit nach der Anerkennung gut vorbereitet zu sein.

  • Keine Unterschiede in der Behandlung
    Auch wenn der Staat Unterschiede zwischen Flüchtlingen macht, möchten wir alle gleich gut behandeln. Natürlich macht es rechtlich einen Unterschied, ob ein Mensch aus einem sogenannten „sicheren Herkunftsland“ kommt oder aus einer Kriegsgebiet, doch für uns macht das im Umgang keinen Unterschied. Jeder Mensch, der in Deutschland Asyl beantragt, hat einen Grund, warum er seine Heimat verlassen hat. Die Beurteilung, ob der Fluchtgrund in Deutschland anerkannt wird, überlassen wir den zuständigen Behörden.