Geschichte

Spielenachmittag 1

Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense e.V. wurde am 07.03.2016 gegründet, zu diesem Zeitpunkt arbeiteten wir bereits über ein Jahr als Bürgerinitiative. Das Projekt begann als Schulprojekt von Sozialwissenschaftskursen an der Conrad-von-Ense-Schule. Die Schüler planten unter der Leitung von Daniel Keil Aktivitäten mit und für Flüchtlinge. Sie spielten gemeinsam Fußball und veranstalteten einen Spielenachmittag mit Kleiderbasar in der Mensa ihrer Schule. Zu dieser Zeit lebten rund 50 Flüchtlinge in der Gemeinde Ense.  Zum Abschluss präsentierten einige Schülerinnen und Schüler ihr Projekt während einer Podiumsdiskussion mit Experten für das Flüchtlingsthema. Nach dem vorläufigen Abschluss des Schulprojekts lud Daniel Keil interessierte Bürger zur Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative. Schon zu diesem Treffen erschienen über 20 Menschen, die viele tolle Ideen einbrachten. In einem zweiten Treffen wurden Arbeitsgruppen gegründet, die sich unterschiedlichen Themen widmeten. In diesem Zuge bildete sich eine Organisationsgruppe heraus, die die Leitung der verschiedenen Gruppen übernahmen. Die Organisation wuchs und wuchs, das Netzwerk erweiterte sich. Heute hat der Verein 33 Mitglieder und viele weitere Unterstützer. Wir sind sehr stolz, in Ense dazu beigetragen zu haben, dass Flüchtlinge von den größten Teilen der Bevölkerung positiv aufgenommen wurden, dass wir ihre Situation verbessern konnten und vor allem die Distanz zwischen alten und neuen Nachbarn verringern konnten. Unsere Arbeit ist ein fortlaufender Prozess, der sich auch immer an den aktuellen politischen Geschehnissen orientiert. In der Hochzeit lebten 250 Flüchtlinge in Ense. Durch die im Frühjahr mit der Türkei augehandelten Beschlüsse zur Verringerung der Flüchtlingsbewegungen Richtung Deutschland und die Grenzschließungen im Balkan  reduzierten sich die Zuweisungen in die Gemeinde Ense sehr.  Aufgrund der Entspannung der Situation können wir uns heute mehr um die Integration in die Gemeinde, die Gesellschaft und das Berufsleben kümmern. Wir sind gespannt, was die Zukunft bringt.